Garantiert die Konzeption der FOS einerseits einen stabilen Rahmen für die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler und zugleich für die Tätigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bietet sie andererseits große Freiräume für die innere Ausgestaltung der Schule, die konzeptionell als Entwicklungsprozess unter Mitwirkung aller an ihr Lernenden und Tätigen unter Einbeziehung von Eltern, des Schulträgers und externer Experten angelegt ist.
Jedes Schuljahr beginnt mit einer Aktionswoche, in der, nach Jahrgangsstufen in den Inhalten und Aktionen gestaffelt, sich die Schüler und Lehrer gemeinsam auf das neue Schuljahr orientieren, die generellen und individuellen Anforderungen und Ziele der Klassen und jedes Einzelnen definieren und festschreiben.
Dabei sind die Schwerpunkte in den einzelnen Klassen:
7. Klassen: - Aktionen zum Kennenlernen, Strukturierung der Gruppe
- Kennenlernen der Schule und der Umgebung - Erarbeiten von Lernzielplanungen
(Mentoren, Klassenlehrer)
- Abgleich des Wissens- und Lernstandes
- Kennenlernen neuer Lerntechniken und –methoden
- Vertraut machen mit den Anforderungen der Berufsorientierung
- Wahl der Klassenvertreter und anderer Funktionen;
8.-10. Klassen - Aktionen zur Festigung der Klassengemeinschaft
- Konkretisierung der Lernzielplanungen
- Festlegung zum Praxislernen / Praktikum
- Methodentraining mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung
- Wahl der Klassenvertreter und anderer Funktionen
- Planung des Schuljahres
Im Rahmen dieser Einführungsphase am Beginn eines jeden Schuljahres werden Kurse, Projekte, fakultative Angebote und Fahrten geplant. Es finden Veranstaltungen, Begegnungen und Zusammenkünfte auf allen Ebenen der Schulgemeinde satt:
- eine Vollversammlung der Schulgemeinde
- Arbeitstreffen der Schulleitungsmitglieder, der Konferenz der Lehrkräfte und der Fachkonferenzen
- Treffen der Interessenten mit den jeweiligen Anbietern wahlweise-obligatorischer und fakultativer Angebote.
Im Ergebnis der Aktionswochen verfügt die Schule und damit jede und jeder der an ihr Tätigen über einen Schuljahresarbeitsplan und jede Schülerin über ihren / jeder Schüler über seinen persönlichen Arbeits- und Lernentwicklungsplan.
Im laufenden Schuljahr arbeiten interessierte Lehrkräfte, SchülerInnen und ElternvertreterInnen in der Schulkonferenz der FOS kontinuierlich an der konzeptionellen Weiterentwicklung der Schule, z.B. werden Untersuchungen zur Wirksamkeit einzelner Aktionsformen des Lernens durchgeführt, Ideen für neue Formen des Lernens entwickelt und erprobt, Vorschläge an die Schulgemeinde zur Veränderung der inneren Organisation der Schule erarbeitet.
Lehrkräfte konzipieren unter Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern als Assistenten als besondere Form der Begabtenförderung Projekte. Am Ende jeder Schuljahresetappe reflektieren alle jeweils an Projekten Beteiligte die gemeinsame Arbeit und deren Ergebnisse.
Im Rahmen der Reflexionsphase am Ende eines jeden Schuljahres erarbeiten Schulleitung, alle SchülerInnen und Lehrkräfte der Schule gemeinsam eine Einschätzung der Arbeitsweise der Schule als Organisation und der einzelnen Aktionsformen des Lernens im zurückliegenden Jahr und ziehen auf dieser Grundlage Schlussfolgerungen für deren Weiterentwicklung, die bei der Planung des folgenden Schuljahres in der Einführungsphase berücksichtigt werden und in die konzeptionelle Arbeit der FOS einfließen.
Die aktive Beteiligung an der Entwicklung der Organisation der Schule und an der Planung, Gestaltung und Reflexion von Lernprozessen bietet Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten der Ausbildung von Methodenkompetenzen und intra- und interpersonalen Kompetenzen und stellt somit eine besondere Aktionsform des Lernens an der FOS dar.