Grundgedanke

Die Aufgabe der Oberschule ist in erster Linie, im Anschluss an den Besuch der Grundschule allgemeine Grundkenntnisse zu erweitern, zu festigen und sicher auszubauen, Entscheidend ist es, Grundfertigkeiten, und Verhaltensweisen auszubilden, die als Voraussetzung für eine sich anschließende berufliche Erstausbildung oder zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe unverzichtbar sind. Ebenso wichtig ist das Erkennen von Stärken, Interessen und Begabungen, die in geordnete Bahnen gelenkt werden.

Das System der Oberschule soll für die verschiedenen Bedürfnisse der Wirtschaft, aber auch für die individuelle Einordnung der Schülerinnen und Schüler in den 3 folgenden Perspektiven Wege aufzeigen:

  - die erweiterte Berufsbildungsreife

  - die Fachoberschulreife

  - die Fachoberschulreife mit Qualifikation zur gymnasialen Oberstufe


Das Modell der integrativen Oberschule mit der Möglichkeit der Ganztagsbetreuung in offener Form bildet für das pädagogische Konzept unserer Oberschule die rechtliche und organisatorische Grundlage.

Eine Entscheidung darüber, welcher Abschluss tatsächlich erreicht werden kann, wird in dem Modell der integrativen Oberschule durch die Möglichkeit des Besuchs verschiedener fachleistungsdifferenzierter Kurse innerhalb der verschiedenen Jahrgangsstufen getroffen. Dabei sind Leistungen und Engagement für den erfolgreichen Abschluss der Kurse entscheidend. Je nach Leistungsvermögen und Absicht kann ein dem Zweck entsprechender Kurs belegt und abgeschlossen werden.

An der Freien Oberschule Baruth (FOB) sollen die Schüler gezielt auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden. Zur Umsetzung dieses Anspruchs wird in den einzelnen Fächern neben dem allgegenwärtigen Methodentraining auf berufsbezogene Themen eingegangen. Die Wahlpflichtbereiche Technik und Wirtschaft-Arbeit-Technik sind ebenfalls so konzipiert, dass sie dieses Ziel unterstützen.

Die schuleigene Stundentafel der Oberschule orientiert sich an der Stundentafel „Oberschule“ für das Land Brandenburg. Die dort für Schwerpunktgestaltung vorgesehenen Wochenstunden werden entsprechend der inhaltlichen Schwerpunktsetzung zur Verstärkung des Bereichs Berufsorientierung und Berufsvorbereitung eingesetzt (s. Pkt.Stundentafel)

Ausgehend von Kooperationsberatungen mit verschiedenen Vertretern der ansässigen Industrie sowie Vertretern der Stadtverwaltung Baruth/Mark wurden für den Bereich Berufsorientierung folgende Ziele für die Schülerinnen und Schüler der FOB vereinbart:

   - Entwicklung eines realistischen und konkreten beruflichen Selbstkonzepts

   - Fähigkeit zum Formulieren beruflicher und persönlicher Ziele

   - Motivation für ein lebenslanges Lernen und Arbeiten

   - Beherrschen der Basiskompetenzen

   - Fähigkeit, selbständig zu arbeiten.


Diese sollen erreicht werden, indem in allen Klassen und Unterrichtsfächern

   - externe Experten einbezogen werden

   - praxisbezogene Aufgabenstellungen erarbeitet werden

   - der Unterricht an außerschulischen Lernorten stattfindet

   - Basiskompetenzen ausgebildet und gefestigt werden

   - Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Arbeitseinstellung, Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, achtsamer Umgang mit materiellen Werten im täglichen Schulleben geübt werden


Einen weiteren wichtigen Aspekt bei der Umsetzung unserer inhaltlichen Ausrichtung sehen wir im Erwerb und der Entwicklung interkultureller Kompetenzen. Der selbstverständliche Umgang mit Internationalität ermöglicht es den Schülern, offen mit neuen und ungewohnten Situationen umzugehen. Im Berufsleben gehört der internationale Bezug durch die zunehmende Globalisierung der Märkte längst zum Alltag. Ein Großteil der Unternehmen unterhält internationale Kontakte und erwartet nicht nur von den Führungskräften, sondern von allen Angestellten und Mitarbeitern internationale Kompetenzen. Dazu gehören neben dem Beherrschen mindestens einer Fremdsprache auch Kenntnisse über ausländische Märkte und Geschäftspraktiken und interkulturelles Verständnis, Offenheit und Toleranz. Wir beschränken uns dabei nicht auf den Fremdsprachunterricht. Deshalb entwickeln und pflegen wir Schulpartnerschaften, beziehen Personen und kulturelle Aspekten anderer Länder in das Unterrichtsgeschehen ein und organisieren für die Jahrgangsstufen 8 und 9 Sprachreisen in Länder, deren Mutter- bzw. Amtssprache eine der an der Schule angebotenen Fremdsprachen ist.